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Richtig fit ab 50

am 17. April 2010

Für die Seele Sport mit Lust

Durch regelmäßiges Sporttreiben, das ist wissenschaftlich belegt, verbessert man nicht nur seine Chancen auf anhaltende Gesundheit. Viele Krankheiten treten bei regelmäßiger Bewegung erst gar nicht auf. Schon 30 Minuten körperliche Aktivität täglich kann helfen, Beschwerden bei Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Übergewicht und Herzrhythmusstörungen nachhaltig zu mindern.
Studien belegen auch, dass Bewegung bei Krebspatienten das Leben verlängert und die Wahrscheinlichkeit von Rückfällen verringert. In manchen Fällen wirkt körperliche Aktivität sogar besser als teure Tabletten und Hightech-Medizin. Und: Sport mit Lust betrieben tut auch der Seele gut. Bei Ausdaueraktivitäten, die den Herzschlag beschleunigen, werden nachweislich mehr „Glückshormone” (Endorphine) im Gehirn ausgeschüttet.
In der zweiten Lebenshälfte ist Sport die einzige wissenschaftlich gesicherte Methode, den schleichenden Funktionsverlust der inneren Organe, Sehnen, Gelenke, Bandscheiben und Knochen zu verlangsamen. Auch bei der geistigen Leistungsfähigkeit verringert körperliche Aktivität nicht nur den Abbau, sondern kann Gedächtnisleistungen sogar erheblich verbessern. Selbst bei sehr alten Menschen lassen sich erstaunliche Trainingseffekte erzielen.

Laufen

Laufen als Ausdauersport betrieben stärkt nicht nur das Herz-Kreislaufsystem mit allen positiven Effekten auf die Blutgefäße sowie die Sauerstoffversorgung der Muskeln und Organe. Auch die Abwehrkräfte profitieren davon, wenn Sie Ihre Runden regelmäßig an der frischen Luft in Parks oder in freier Natur drehen.
Da das Tempo beim Joggen beliebig variiert werden kann und auch ein gemächliches Tempo Trainingseffekte bringt, lässt sich der Laufsport bis ins hohe Alter ausüben. Voraussetzung ist natürlich – wie bei jedem Sport -, dass Sie den Belastungspuls an Ihr Alter und Ihren jeweils aktuellen Fitnessgrad anpassen.

Wo?

In vielen Städten und Gemeinden haben sich so genannte LAUF-TREFFS gegründet, bei denen sich Gruppen aller Altersstufen und Leistungsniveaus zusammenfinden. Hier können Sie mit jedem Leistungsniveau einsteigen, egal ob älter oder jung, Anfänger oder Wiedereinsteiger. Wer sich nicht einer großen Gruppe anschließen möchte, kann natürlich auch alleine laufen.

Wie oft?

In der Regelmäßigkeit liegt das Erfolgsrezept des Laufens, denn einmal ist keinmal. Wie bei jedem in der Freizeit und zur Erholung betriebenen Ausdauersport hat sich ein etwa halbstündiges Training zwei bis drei Mal in der Woche als optimal herausgestellt. Neben den regelmäßigen wöchentlichen Laufangeboten eines LAUF-TREFFS oder eines Sportvereins gibt es zahlreiche öffentliche Lauf-Veranstaltungen.

Was ist zu beachten?

Lassen Sie sich in Sachen Laufschuhe unbedingt professionell beraten. Eine optimale Stoßdämpfung ist wichtig, um die Stauchbelastung beim Laufen auf harten Untergründen möglichst gering zu halten.
Ansonsten genügt normale Sportbekleidung. Das Schuhwerk und die Kleidung sollten bequem und funktionell hinsichtlich Witterung und Gelände sein. Wichtig ist auch, sich eine korrekte Lauftechnik anzueignen, die den Bewegungsapparat vor unerwünschten Fehl- und Überbelastungen bewahrt. Um eine Überforderung zu vermeiden, sollten Sie nur so schnell laufen, dass eine Unterhaltung noch problemlos möglich ist.

Schwimmen

Schwimmen ist in Deutschland die am meisten praktizierte Freizeitsportart. Schwimmen ist die Lifetime-Sportart – von der Babyzeit bis ins hohe Alter. Da der Mensch im Wasser nahezu schwerelos ist, spielt bei der Bewegung das eigene Körpergewicht kaum eine Rolle. Und weil der Krafteinsatz der Muskeln deshalb sehr dosiert eingesetzt werden kann, ist Schwimmen besonders schonend für die Gelenke. Die entspannende Wirkung des Wassers beeinflusst außerdem den Trainingspuls und die Erholungszeit ausgesprochen positiv.
Natürlich stehen Ihnen alle öffentlichen Bäder offen. Um eine der Fitness wie der Gesundheit dienliche Schwimmtechnik zu erlernen, empfiehlt es sich, bei einem der zahlreichen Schwimmvereine auf speziell ausgebildetes Fachpersonal zurückzugreifen.

Wo?

Die Angebotspalette der Schwimmvereine reicht von der kompetenten Schwimmausbildung über Schwimmprogramme für spezielle Zielgruppen bis zu AQUAFITNESS und verschiedenen Spielangeboten.

Wie oft?

Im Verein können die wöchentlichen Vereinsstunden zum regelmäßigen Training genutzt werden, wo man Sie auf Wunsch unter qualifizierter Anleitung auf Ihre individuelle Belastungsstufe einstellt.

Was ist zu beachten?

Im fortgeschrittenen Alter ist das Erlernen einer rücken- und gelenkschonenden Schwimmtechnik besonders wichtig. Darüber hinaus sollte man darauf achten, die nasse Badekleidung möglichst rasch gegen trockene einzutauschen, um Harnwegsinfekte zu vermeiden. Außerdem wird es im Alter zunehmend wichtig, nach einem längeren Aufenthalt im Wasser die Haut ausreichend rückzufetten.

Rad fahren

Das Fahrrad ist eines der vielseitigsten Sportgeräte. Sie können es nahezu überall benutzen – als Spezialfahrrad für schnelle Touren oder den Rennsport, als normales Tourenrad für hauptsächlich ebene Wege oder als geländegängiges Gefährt für holprige Untergründe. Ein Fitness-Allrounder also für jeden Einsatz und ein perfekter Trainer für eine ausdauernde und kraftvolle Fitness.
Rad fahren ist natürlich auch gut gegen Übergewicht und ein idealer Ausgleich für den alltäglichen Bewegungsmangel.Regelmäßiges Radfahren, bei dem man sich ruhig auch einmal „auspowern” darf, steigert rasch die Grundfitness und kräftigt die Lunge sowie das Herz-Kreislaufsystem. Der Stütz- und Bewegungsapparat, insbesondere die Fuß-, Hüft- und Kniegelenke, werden auf dem Fahrrad kaum belastet. Deshalb ermöglicht das Radfahren auch dann ein freizeitsportliches Training, wenn Ihre Beweglichkeit eingeschränkt sein sollte.

Wo?

Das Fahrrad ist universell: aufsitzen und losfahren, wo auch immer Sie wollen. Ideale Partner für den Einstieg in das gesellige, erlebnis- und abwechslungsreiche oder auch sportliche Radfahren sind die Radsportvereine überall in Deutschland. Sie bieten familienbetontes Radfahren, Radwandern und auch sportliche Radtouren über mehrere Tage. Hier können Sie auch die Prüfung für das Deutsche Radsportabzeichen ablegen.

Wie oft?

Warum nicht täglich? An trockenen und warmen Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Besuch? Da wird schon ein gutes Stück Fitness trainiert.

Was ist zu beachten?

Fahrräder gibt es in allen Preisklassen – je nach Anspruch und der Art des Radfahrens. Wichtig ist, dass das Fahrrad gut gewartet und verkehrssicher ist. Ein Helm dient Ihrer persönlichen Sicherheit. Wer es flotter mag und an Wettkämpfen teilnehmen will, braucht natürlich entsprechende Bekleidung und Schuhe. Lassen Sie Ihr Fahrrad in einem Fachgeschäft optimal auf Ihren Körper einstellen. Das vermeidet unnötige Fehlbelastungen.

Walking

Walking bedeutet wörtlich übersetzt „Gehen” und ist ein sanfter und dennoch äußerst gesundheitswirksamer Sport, der den ganzen Körper trainiert. Das sportliche Gehen ist als Einstiegssportart für Untrainierte und Übergewichtige ebenso geeignet wie als Training für mehr leistungsorientierte Sportler und Sportlerinnen. Nicht zuletzt bietet Walking insbesondere älteren Sportaktiven den Vorteil, dass sie ihre Ausdauer steigern können, ohne die Gelenke allzu sehr zu belasten.
Walking hat gegenüber dem Laufen den Vorteil, dass die Belastungen für den Rücken sowie die Hüft- und Kniegelenke wesentlich geringer sind. Außerdem bietet Walking besser als Laufen die Möglichkeit, auch bei geringer Intensität noch genügend Trainingsreize zu setzen, so dass die Belastung für den Körper insgesamt geringer ist, der Gesundheitseffekt jedoch genauso hoch.

Wo?

Um zu beginnen, benötigen Sie außer guten Walking- oder Joggingschuhen keine besondere Ausrüstung. Hinaus in den Park oder die Natur – und schon kann es losgehen. Prinzipiell können Sie überall walken. Wenn Sie die Natur genießen und sich entspannen möchten, empfiehlt sich der Wald, auf dessen weichem Boden sich besonders gelenkschonend walken lässt.

             
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