Thema: Gesundheit
Petersilie, Suppenkraut - Gesundheit aus der “Apotheke Natur”
am 17. Juli 2009
Petersilie, Suppenkraut wächst in uns`rem Garten…, so klingt ein altes Kinderlied. Kräuter sind Würze im Leben der Menschen. An Suppe, Salat und Gemüse, an Fleisch und Fisch fördern sie die Gesundheit und beugen manchem Übel vor.
Wie heißt es doch darüber hinaus noch im Volksmund? Gegen jedes Weh ist ein Kraut gewachsen! Man muß es nur suchen und finden. Keine Jahreszeit ist so geeignet wie der Frühling, sich auf die „Apotheke Natur” zu besinnen und die Schätze, die sie bietet, zu nutzen. Sei es aus dem eigenen Garten oder aus Feld und Flur.
Das erste Kräuterbuch soll schon vor 5000 Jahren der sagenhafte chinesische Kaiser Shen Nung verfaßt haben. Es bildet die Grundlage für viele chinesische Kräuterbücher.
Texte über Kräuter kennen wir auch von den Sumerern, die um 2200 vor Christus Listen von tausend Pflanzen auf Tontafeln niederschrieben. Ein Papyrus aus Ägypten beschreibt die medizinische Anwendung von Kräutern 2 800 v. Christus. Aufgeführt werden unter anderem Majoran, Minze und Wacholder.Die Ausdehnung des römischen Imperiums brachte viele Kräuter des Mittelmeerraumes in unsere Breitengrade. Römische Siedler pflanzten sie in ihren Gärten als Küchenkräuter und als Heilmittel an. Dill, Bohnenkraut, Petersilie, Knoblauch, Senfkraut, Thymian, Ysop, Salbei und viele andere kamen wahrscheinlich zu dieser Zeit in die mitteleuropäischen Gärten.
Die Erfindung der Buchdruckerkunst brachte eine weite Verbreitung der Kräuterlehre mit sich. Es entstanden im 16. und 17. Jahrhundert wichtige bebilderte Kräuterfibeln.
Der Arzt Leonart Fuchs gehört zu den Vätern der Pflanzenkunde. Sehr genau beschrieb er 1542 etwa 500 Kräuter; seine hübschen Darstellungen wurden später vielfach kopiert.
In Hausgärten, Klöstern und Schlössern gab es Kräuterbeete und Kräutergärten. Die Rezepte für die Aufbereitung und Verwendung in Küche und Hausapotheke vererbten sich von Generation zu Generation weiter. Allerdings hielt man wildwachsende Kräuter für noch wirksamer. So fanden Kräuterweiblein und Wurzelmänner ihr Auskommen durch Sammeln in Feld und Flur und den Verkauf auf Märkten oder in Apotheken.
Heute ist die Heilpflanzenkunde eine eigenständige Wissenschaft. Durch die Bestimmung der Pflanzeninhaltsstoffe und die Erforschung ihrer Wirkung findet Erklärung, was früher nur Vermutung und Glaube war. In der Medizin werden Heilpflanzen täglich und mit Erfolg eingesetzt: als Tee, Tinktur, Extrakt. Viele erfolgreiche Medikamente enthalten Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs.
Rezepte für Tees, Bäder, Inhalationen und Umschläge lindern akute und chronische Beschwerden.
Bewußtsein und Gespür für die Ursprünglichkeit der Natur zu entwickeln, ist ein erfolgreicher Trend in unserer mehr und mehr technisierten Umwelt.
Löwenzahn, das Salatwunder
Die vitaminreichen Blätter sind ab März zart und und eine vitaminreiche Ergänzung für jeden Salat. Sie enthalten viel Provitamin A, die Vitamine B + C, Mineralstoffe, Gerb- und Bitterstoffe.
Brennessel
Sie reinigt den gesamten Körper und erleichtert dadurch indirekt den Stoffwechsel. Brennesseln enthalten in reichem Maß Spurenelemente, Vitamin A und wichtige Enzyme.
Veilchen
Generell wird Veilchentee und Veilchensirup bei Bronchitis zur Schleimlösung, bei Keuchhusten, gegen Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen empfohlen.
Gänseblümchen
Die Knospen der eben geöffneten Blüten schmecken nußartig und
können für Salate verwendet werden. Die blutrreinigende, entzündungshemmende und entwässernde Wirkung ist seit Jahrhunderten bekannt.
Schlüsselblume
Die Blätter geben Gemüse- und Kräutersuppen ein besonders feines Aroma. Ein aromatischer Tee aus den Blüten empfiehlt sich zur Hustenlinderung.
Karin Hehner-Rügge

