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Linz

am 25. Juli 2009

Einst war Linz nur als Industriestadt bekannt. In diesem Jahr darf sich die drittgrößte Stadt Österreichs mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas“ schmücken.
Österreich ist eines der drei beliebtesten Auslandsreiseziele deutscher Urlauber. Was liegt näher, als einen Abstecher in die Kulturhauptstadt Europas 2009 zu machen. Linz lohnt sich aber in diesem Jahr auch besonders für einen eigenständigen Besuch. Spannend zu erleben, wie eine Industriestadt, eine Stahlstadt, die Aufgabe zur Kulturstadt bewältigt hat. Spannend auch deshalb, weil das Ruhrgebiet, RUHR10, 2010 Kulturstadt Europas sein wird. Hier muss sich eine entschieden größere, ehemalige Industrielandschaft zur Kulturhauptstadt mausern.

Kulturhauptstadt Europas: die Idee

Der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ wird seit 1985 vom Rat der EU-Kulturminister vergeben. Die griechische Kulturministerin Melina Mercouri hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen mit dem Ziel, die europäische Integration zu stärken. Als erste Kulturhauptstadt wurde 1985 Athen ausgerufen. In jedem Jahr darf jeweils ein EU-Mitgliedsstaat nach einer festgelegten Reihenfolge eine Stadt vorschlagen, die dann auf Empfehlung der EU-Kommission zur Kulturhauptstadt ernannt wird. In den vergangenen Jahren wurden jeweils zwei Kulturhauptstädte ernannt, um die neuen EU-Staaten mit einzubeziehen. Linz teilt sich den Titel mit Vilnius in Litauen. Ab 2019 soll es dann jährlich wieder nur eine europäische Hauptstadt der Kultur geben.

Einige der Highlights in Linz

80+1. Eine Weltreise
80 Tage brauche Phileas Fogg in „Reise um die Erde in 8o Tagen“, um die Welt zu umrunden. In Linz startet ab 17. Juni für 80 Tage eine Weltreise via Glasfaserkabel und Satellitenverbindungen. Es werden Live-Schaltungen über Kontinente hinweg geführt. Man erlebt z. B. eine Taxifahrt durch Jerusalem, als wäre man vor Ort dabei. Oder schüttelt Menschen im indischen Bangalore die Hand. Die Weltreise führt zur Orten, die für 20 Themen stehen, die für die Zukunft relevant sind – vom Klimawandel und Migration über Energie und Ernährung bis hin zu Identität, Wachstum und Verkehr.

Kulturbaden

An fünf Wochenenden verführt das Projekt „Kulturbaden“ zum Ausflug an und in die Donau – in die utopische Gesellschaft der Anderswelt –. Sommerliche Theaterwanderungen laden dazu ein, auch einmal außerhalb von Linz Kultur zu erleben. Zwischen dem 20. Juni und 2. August wird das Do-nau-Ufer zur Bühne für eine utopische Gesellschaft. Da werden Buchstaben aus dem Fluss gefischt, Bücher von ihren Wörtern reingewaschen, selbstgebaute Papierschiffe dem Untergang preisgegeben oder schwimmend der Weg nach Linz zurückgelegt. Was hier ungewöhnlich klingt, ist es auch – wird aber den Besuchern eine zauberhaft phantasiereiche Wasserwelt eröffnen.

Klangwolke Linz09

Die visuelle Linzer Klangwolke am 5. September wird zu einem Höhepunkt des Kulturhauptstadt-Jahres. Beginnen wird sie bereits am Nachmittag, wenn hunderte Figurenwesen durch die Stadt ziehen und sich gegen Abend am Donau-Ufer treffen, um der angekündigten Flut zu entkommen. Unter der Anleitung von Roger Titley – einem international anerkannten Figurenkünstler, dessen Geschöpfe schon einige Hollywoodfilme bereichern – und Studenten und Studentinnen der Linzer Kunstuniversität sollen freiwillige Linzer Bürger, Tanzschulen, Amateurtheater, Jugendklubs usw. ihre Figuren erschaffen und am „Tag der Klangwolke“ auch aktiv bespielen.

Mehr Informationen:
Tourismusinformation Linz
Hauptplatz, A-4020 Linz
Tel. +43 732 7070 2009
E-mail: tourist-info@linz.at

Stadtgeschichte Linz im Zeitraffer

Der Raum Linz weist bereits im 4. Jahrtausend v. Ch. eine kontinuierliche Besiedlung auf. Die Römer errichteten hier im 1. Jahrhundert n. Chr. ein Kastell namens Lentia. Der Name Linz wird erstmals im Jahre 799 bezeugt. 1490 wurde Linz erstmals als Landeshauptstadt von Österreich ob der Enns bezeichnet. Wesentliche Impulse für die Stadtentwicklung gab der Salzhandel und die vor allem im 18. Jahrhundert blühende Textilindustrie. Nach 1945 machten sich die demokratischen Kräfte daran, aus den Trümmern der einstigen „Patenstadt des Führers“ eine moderne Industrie- und Kulturstadt aufzubauen. Heute ist Linz das zweitgrößte Wirtschaftszentrum Österreichs.

             
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