Themen: Gesundheit, Ernährung
Eine heiße Sache
am 09. Januar 2010
Das innere Feuer schüren, gegen Kälte und Eis
Im Osten wie im Westen haben die Menschen im Prinzip dieselben Krankheiten, Beschwerden und Befindlichkeiten. In der Betrachtungsweise und Therapie jedoch gibt es wesentliche Unterschiede. Hat sich im Westen die Naturwissenschaft zur Grundlage der Medizin entwickelt, ist besonders in China eine Heilkunst Grundlage der Medizin, die aus einer 5 000 Jahre alten Tradition schöpft.
Gegen die Winterkälte von außen, gegen kalte Füße, Zähneklappern und Unlust jeglicher Art gibt es in der chinesischen Medizin wahre Wundermittel.
Gegen Minusgrade, die uns steif, blass und lustlos machen, die Knochen- und Gelenkschmerzen verursachen und die Abwehrkräfte gegen Infektionen sinken lassen, setzt die fernöstliche Weisheit auf das Entfachen des Feuers unseres inneren Ofens. Sozusagen drei innere Öfen können mit einer Vielzahl wunderbarer Hausmittel in Glut und Feuer gesetzt werden.
Der „untere Ofen“
Er wärmt Unterleib, Beine, Knochen und Genitalien. Wer schnell Blasenentzündungen und einen steifen Rücken bekommt, immer kalte Füße hat, sollte hier das Feuer schüren.
Wahre Wunder wirkt eine klare Brühe aus einem Liter Wasser, 500 g Lammfleisch mit Knochen, einen in grobe Stücke geschnitten schwarzen Rettich, fünf Stück Sternanis, einem Esslöffel Kreuzkümmel und einer Prise Salz.
Auch eine Walnussmilch stärkt die wärmende Yang Kraft:
Zwei Hände voll Walnüsse über Nacht in Wasser einweichen. Morgens aufkochen, im Mixer pürieren und diese „Milch“ mit etwas braunem Zucker und Zimt heiß genießen.
Der „mittlere Ofen“
Die „mittlere Feuerstelle“ kurbelt den Stoffwechsel an. Wer ständig kalte Hände hat, leicht am ganzen Körper fröstelt und sich immer schlapp fühlt, heizt am besten hier ein.
Besonders wohltuend: wärmender Ingwertee. Er kann eine beginnende Erkältung glatt in die Flucht schlagen. Dafür ein walnussgroßes Stück frischen Ingwer in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne goldgelb rösten. Dann zusammen mit einem Esslöffel schwarzen Tee, fünf Kardamomsamen und etwas braunem Zucker mit 300 ml kochendem Wasser übergießen, kurz aufkochen, drei Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen.
Der „obere Ofen“
Allen, die schnell erkältet sind, sich leicht traurig fühlen, oft Lust auf Schokolade und andere Seelentröster haben und denen es an Feuer in zwischenmenschlichen Beziehungen fehlt, rät die chinesische Medizin zu Zimt und scharfen Gewürzen. Die Durchblutung verbessert dreimal täglich eine Tasse Zimt-Gingko-Tee:
Eine Zimtstange in einem halben Liter Wasser aufkochen, nach zehn Minuten zwei Esslöffel Gingkoblätter aus der Apotheke hinzugeben. Den Topf vom Herd nehmen und alles noch einmal zehn Minuten ziehen lassen.
Also:
Damit die größte Kälte keine Chance hat, mit alten chinesischen Rezepten Körper und Seele ins wohltemperierte Gleichgewicht bringen.

