Thema: Reisen
Leros - Ankerplatz des Mittelmeers
am 07. Dezember 2011
Leros – eine von 12 Perlen des Dodekanes
Am Treffpunkt dreier Kontinente reihen sich inmitten der tiefblauen Ägäis zwischen der kleinasiatischen Küste und Kreta die Inseln des Dodekanes wie strahlende Perlen auf dem blauen Samt des ewigen Meers aneinander. In diesem von der Sonne besonders verwöhnten Teil Griechenlands hat die Natur ein wahres Paradies geschaffen, das von der Geschichte dreier Jahrtausende geprägt ist.

Die Inseln, die bereits seit dem fünften vorchristlichen Jahrhundert bekannte Handelsstützpunkte darstellten, wurden nacheinander von den Römern, den Arabern, den Rittern des Johanniterordens, den Türken und den Italienern eingenommen. Jeder Eroberer hinterließ lebendige Spuren seiner Anwesenheit, als wollte er die Inseln für immer zu seinem Eigentum erklären. Hunderte historische Monumente aus orientalischen und westlichen Kulturen verschmelzen hier zu einem harmonischen Gesamtbild: Antike Tempel, hellenitische Mosaike, byzantinische Kirchen, Ritterburgen und klassizistische Herrenhäuser vereinen sich zu einem einmaligen Erlebnis für den Betrachter.
Doch auch von der Natur wurde der Dodekanes reich mit reizvollen Landschaften beschenkt: Golden schimmernde Buchten, tiefblaues, kristallenes Meer, hohe, üppig bewachsene Bergmassive, Höhlen und Biotope bezaubern den Besucher wie die Sirenen der griechischen Sage, als wollten sie ihn für immer in ihren Bann ziehen.
Die Bewohner des Dodekanes, einfache und sehr gastfreundliche Menschen, wissen als echte Inselbewohner sehr wohl die reichen Gaben der Natur und der Geschichte mit ihren Gästen zu teilen, sind aber gleichzeitig bestrebt, die von vergangenen Generationen überlieferten Sitten und Bräuche zu erhalten, zu pflegen und weiterzugeben.
Die beiden größten Inseln des Dodekanes, Rhodos und Kos, zählen zu den bekanntesten Ferienzielen Europas und bieten dem Besucher ein umfassendes Angebot an Sehenswürdigkeiten, Unterkunft- und Freizeitmöglichkeiten für jede Altersgruppe und jeden Urlaubstyp.
Den übrigen Inseln ist es gelungen, ein ideales Gleichgewicht zwischen touristischer Entwicklung und traditionellem Inselleben zu erhalten. Karpathos, Patmos, Leros, Symi, Kalymnos und Astypalea bieten dem Besucher modernen Komfort inmitten eines deutlich traditionell geprägten Ambientes.
Leros beeindruckt den Besucher heute durch die perfekte Harmonie von Alt und Neu. In der Vergangenheit machte die strategisch wertvolle Lage der Insel sie wiederholt zum Schauplatz von Schlachten und zur begehrten Beute von Eroberern.
Von der imposanten Ritterburg hat man einer herrlichen Panoramablick auf die kleinasiatische Küste. Hinter den dreifach befestigten, uneinnehmbaren Festungsmauern verbergen sich die Kirche der Panagia und das Kirchenmuseum mit seltenen religiösen und archäologischen Ausstellungsstücken.
Auch heute genießt Leros noch die Vorzüge eines wichtigen Seeknotenpunkts und dient etwa bei Segelregatten als bedeutender Versorgungshafen. Die Natur hat es gut mit der Insel gemeint und sie mit einer perfekt gegliederten Küste, windgeschützten Häfen und ruhigen Ufern beschenkt, sodass Leros sich als idealer Ausgangspunkt für Segeltörns und Bootsfahrten anbietet. Der größte Hafen der Insel, Lakki, zählt zu den sichersten Naturhäfen im gesamten Mittelmeerraum und bietet modernste Einrichtungen zu Versorgung von Privatyachten.

Die Insel mit ihren tiefgrünen Bergrücken, frischen Quellen und mediterranen Wäldern war – wie könnte es anders sein – einst der Jagdgöttin Artemis geweiht. Bis ans Meer erstrecken sich Ebenen mit Eichenhainen, Eukalyptusbäumen und Pinien. Die freundliche friedliche Landschaft und das milde Klima der Insel versprechen Ruhe und Erholung für Körper und Seele.
Abgeschiedene Sandstrände mit Fischtavernen und Wassersportmöglichkeiten, tiefblauem Meer, natürlich schattigen Fleckchen laden zum Verweilen ein. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auf dem Meeresgrund ein reiches Erbe an Wrack von Kriegsschiffen. Hier können Sie einmalige Taucherfahrungen inmitten einer ansonsten unberührten Unterwasserlandschaft erleben. Auf der Insel gibt es Tauchschulen, wo Sie die erforderliche Ausrüstung ausleihen können.
Darüber hinaus gibt es einige interessante Orte zu entdecken. Die Stadt Lakki, die zur Zeit der italienschen Besatzung ein bedeutender Flottenstützpunkt der Italiener war, stellt in ihrer Gesamtheit ein Monument eines innovativen Baustils dar. der nach dem Vorbild europäischer Städte entworfene Stadtbauplan mit seinen breiten Straßenzügen und großzügigen Eukalypusalleen ist im gesamten Mittelmeerraum einzigartig.
Die Ortschaft Agia Marina mit ihren klassizistischen Herrenhäusern und Gebäuden aus der Zeit der italienischen Besatzung zieht sich einem Amphitheater gleich den Berghang hinauf. Sie gilt als eine der am besten erhaltenen traditionellen Siedlungen Griechenlands.
Der Badeort Alinda beherbergt das wunderschöne Sommerhaus des Wohltäters der Insel, Bellenis, das historische und volkskundliche Sammlungen, Kirchenschätze, archäologische Funde aus der Neusteinzeit und der Bronzezeit,sowie Kriegsgeräte aus dem zweiten Weltkrieg ausgestellt.
Rund um Leros glänzen im Sonnenlicht mehrere kleine, malerische Inseln, von denen Pharmakonisi, einst Verbannungsort Julius Cäsars, am bekanntesten ist.
Auf Leros gibt es einen Flughafen mit regelmäßigen Verbindungen nach Athen. Darüber hinaus besteht regelmäßiger Fährverkehr zu den umliegenden Inseln und Piräus.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.lerosisland.com

